JA, BRIGITTE! JA! JA! JA!

Uraufführung von Katja Hensel

 

schmink

© Theater Aalen

Brigitte liebt Arnd und ist so normal und durchschnittlich wie ihr Name verheißt. Doch seine Liebe schwächelt, und als sie zu allem Überfluss auch noch aus Versehen ihr Portemonnaie in einer Bank auskippt, verändert sich ihr ganzes Leben. Ein Mitschnitt ihres Missgeschicks findet im Internet begeisterte Fans, schließlich Nachahmer und Begründer einer neuen Anti-Geldmarkt-Bewegung, die sie zur Ikone des Widerstands erheben. Man imitiert ihren Stil, schreibt einen Song für sie und steigert sich derart in Euphorie, dass man schließlich alles Geld – privates wie öffentliches – auf die Straße kippt. Doch Brigitte will: Arnd. Und widersetzt sich so jeder Vereinnahmung durch Markt, Medien oder Menschenmassen.

Regie: Katja Lillih Leinenweber
Ausstattung: Ana Tasic
Songs: Axel Nagel
Mit: Arwid Klaws, Daniel Kozian, Susanne Lemke, Alice Katharina Schmidt, Ramona Suresh

Die Premiere fand im April 2014 am Theater der Stadt Aalen statt.

3


PRESSESTIMMEN


3
Schwäbische Post vom
07.04.2014, Wolfgang Nußbaumer

„UNGEWOLLT ZUM STAR GEMACHT
Temporeiche Uraufführung von „Ja, Brigitte! Ja! Ja! Ja!“ am Theater der Stadt Aalen
Uraufführung! Schmetterlinge im Bauch! Hinter, auf und vor der Bühne. Als Schluss-Song und Geburtstagskerze Samstagabend im Theatersaal im Wi.Z erloschen sind, sagt Katja Hensel „Ja“. Ja zur Inszenierung ihres Stückes „Ja, Brigitte! Ja! Ja! Ja!“ mit „diesem frischen, engagierten Team“ des Theaters der Stadt Aalen.Als heimlicher Star der temporeichen Inszenierung von Katja Lillih Leinenweber entpuppt sich am Premierenabend neben dem durch die Bank mit großer Spielfreude in unterschiedlichsten Rollen auftrumpfenden Ensemble (Alice Katharina Schmidt, Daniel Kozian, Ramona Suresh, Susanne Lemke, Arwid Klaws) ein dunkler Schmetterling. Von Anfang an gaukelt er durch den von Ana Tasic mit weißen funktionalen Elementen und einem Laufsteg so dezent wie wirkungsvoll ausgestatteten Raum; angezogen von den Scheinwerfern flattert er gen Bühnenhimmel – und stürzt ab wie Ikarus. Hin und her, auf und ab wie das Spiel auf der Bühne geht der wacklige Flug des Insekts, bis es sich für einen kurzen Moment erschöpft im Schoß von „Brigitte“ niederlässt.
Die vortreffliche Alice Katharina Schmidt in der Titelrolle hatte gerade in einem der wenigen Ruhemomente des Stückes beteuert „Ich hasse Gewalt“. Spontan hält sie ihre Hände schützend über das Tierchen. Ein magischer Moment!  [..]“
(mehr? hier)

Aalener Nachrichten vom 07.04.2014, Herbert Kullmann

„BRIGITTE STELLT SICH ECHTE FRAGEN
Uraufführung von  Katja Hensels Stück„Ja, Brigitte! Ja! Ja! Ja!“
[…] Mit Hilfe der fabelhaft agierenden Schauspieler Alice Katharina Schmidt (Brigitte), Ramona Suresh, Susanne Lemke, Daniel Kozian und Arwid Klaws (alle spielen mehrere Rollen) zeigt Katja Hensel, wie zerstörerische Tendenzen eine Gesellschaft okkupieren. Der Kontrast von Anspruch und Wirklichkeit offenbart die Banalität wie substanzlose Beliebigkeit der hippen Szene, die als Rückseite des entfesselten Finanzmarktes entpuppt. Deshalb inszeniert Regisseurin Katja Lillih Leinenweber konsequent das Stück mit reichlich hintersinnigem Spott.“
(mehr? hier)