BIG DEAL?

von David S. Craig

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© Bodo Schnekenburger

Der 16jährige Jan schmeisst eine Party im Haus seiner Eltern. Die Party gerät ausser Kontrolle, die Polizei stürmt das Haus und findet eine größere Menge Marihuana, die Jan noch versucht im Klo herunterzuspülen. Vergeblich, er wird erwischt und muss zu einem Termin bei der Drogenberatung. Die etwas durchgeknallte Drogenberaterin Alex ist eigentlich gar nicht so übel. Aber dann trifft er an der Tür ihres Büro plötzlich auf seinen Vater und DEN will Jan ganz bestimmt nicht mehr sehen, denn schließlich war er es, der die Polizei gerufen hat. …

Regie und Ausstattung: Katja Lillih Leinenweber
Mit: Carlo Sohn, Franziska Anna Bonn, Patrick Hellenbrand

Die Premiere fand im Januar 2012 am Zimmertheater Rottweil statt.

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PRESSESTIMMEN


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Schwarzwälder Bote vom 16.01.2012, Bodo Schnekenburger

„WO ZORN UND SORGE EINS WERDEN
Wo verläuft die Grenze zwischen falsch und richtig? Im neuen Zimmertheater-Stück wird deutlich, dass diese Grenze mitunter recht kurvig verlaufen kann. Zumal, wenn es um Abnabelung geht, um die Verwirklichung von freiem Willen auf der einen und der Vorstellung von Rahmenbedingungen, die die Lebenserfahrung auf der anderen Seite als vernünftiges System aufstellt, aufeinander prallen. […] Für Katja Lillih Leinenweber kein Problem. [… ]Leinenweber beweist, wie schon bei „Stones“ in der Spielzeit 2010/11, ein gutes Händchen für Timing und Dynamik. Innere Rückblenden, verzahnte Monologe, starke Lichtregie und als probates Mittel noch markante Musikflächen sind ihr Instrumentarium. Auf dieser Bühne lässt sich der Konflikt mit erstaunlicher Elastizität stark ausspielen, ohne ihn in der Beliebigkeit zu verplätschern.“
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NRWZ Kreis Rottweil vom 13.01.2012, Andreas Linsenmann

„HART AM DROGENABGRUND
Wie Jans Weg jedoch weitergehen wird, lässt der Autor ungeklärt.  Diese Offenheit nutzt die Regisseurin Katja Lillih Leinenweber, um auszuspielen, was nur das Theater bieten kann: Die Unmittelbarkeit realer Personen. Leinenweber, die am Zimmertheater vor knapp einem Jahr bereits das Jugendstück „Stones“ effektvoll in Szene gesetzt hat, macht aus dem Dialogstück ein atmosphärisch dichtes Kammerspiel in Echtzeit.“
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NRWZ Lokal vom 13.01.2012, Johannes Dürr

„OHNE GRAS KEINEN SPAß?
Leinenweber war schon in der letzten Spielzeit zu Gast, mit dem noch druckvolleren und rasant geschnittenen Stück „Stones“ über Autobahn-Steinwerfer. „Big Deal“, ein Kammerstück über Drogenkonsum und die Entfremdung zwischen Eltern und Kindern, zeigte ein starkes und überzeugendes Darstellertrio aus Vater, Sohn und Drogenberaterin auf der Bühne, von der Gastregisseurin wieder mit prägender Musik hinterlegt. Keine Kanzelpredigt mit Moralkeule und Happy End, stattdessen realitätsnahe Beleuchtung von Themen wie Pubertät, Identitätsfindung und Unsicherheit.“
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